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/ 12.06.2013
Johannes Rau

Friede als Ernstfall. Reden und Beiträge des Bundespräsidenten hrsg. von Dieter S. Lutz

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2001 (Demokratie, Sicherheit, Frieden 135); 394 S.; geb., 39,88 €; ISBN 3-7890-6846-2
Der Band ordnet Beiträge und Reden Raus aus den Jahren 1998 bis 2000 um zehn "Bausteine" des Friedens, die im Wesentlichen einer Ansprache des Bundespräsidenten anlässlich eines Besuches des UNO-Generalsekretärs Kofi Annan entnommen sind. Den dort genannten acht Bausteinen fügt Lutz als Herausgeber mit "Umwelt" und "Föderation" zwei weitere hinzu, um so zentrale Anliegen des Bundespräsidenten zum Ausdruck zu bringen. Die Bandbreite der wiedergegebenen Texte reicht von der Neujahrsansprache für d...
Johannes Rau

Friede als Ernstfall. Reden und Beiträge des Bundespräsidenten hrsg. von Dieter S. Lutz

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2001 (Demokratie, Sicherheit, Frieden 135); 394 S.; geb., 39,88 €; ISBN 3-7890-6846-2
Der Band ordnet Beiträge und Reden Raus aus den Jahren 1998 bis 2000 um zehn "Bausteine" des Friedens, die im Wesentlichen einer Ansprache des Bundespräsidenten anlässlich eines Besuches des UNO-Generalsekretärs Kofi Annan entnommen sind. Den dort genannten acht Bausteinen fügt Lutz als Herausgeber mit "Umwelt" und "Föderation" zwei weitere hinzu, um so zentrale Anliegen des Bundespräsidenten zum Ausdruck zu bringen. Die Bandbreite der wiedergegebenen Texte reicht von der Neujahrsansprache für das Diplomatische Corps über Reden auf dem IX. Internationalen Kant-Kongress oder dem Katholikentag, die "Berliner Rede" bis hin zu verschiedenen Grußworten und Namensartikeln Raus. Der in Anlehnung an ein Zitat Gustav Heinemanns gewählte Titel des Bandes verweist für Lutz auch darauf, dass die hier versammelten Texte "in ihrer Gesamtsicht [auf] die Formulierung einer neuen außen- und friedenspolitischen Konzeption" (18) zielen. Inhaltsübersicht: I. Zum Frieden. Herausforderungen und Lehren - "Wir brauchen eine breite gesellschaftliche Diskussion"; II. Zehn Ernstfälle des Friedens: 1. Demokratie - "Wir brauchen die Demokratie wie die Luft zum Atmen"; 2. Menschenrechte - "Der Schutz der Menschenrechte braucht mehr als den Nachtwächterstaat"; 3. Erinnerung und Vergebung - "Nur wer seine Vergangenheit kennt, kann den Weg in eine gute Zukunft finden"; 4. Föderation - "Wir brauchen Institutionen, durch die Europa mit einer Stimme sprechen kann"; 5. Prävention - "Der Friede ist der Ernstfall"; 6. Soziale Marktwirtschaft - "Es kommt darauf an, nicht die adjektivlose Marktwirtschaft zu globalisieren, sondern die soziale Marktwirtschaft"; 7. Entwicklung - "Der Krieg ist der größte Feind jeder gedeihlichen Entwicklung"; 8. Umwelt - "Frieden hängt nicht zuletzt ab von der Erhaltung der Lebensgrundlagen"; 9. Kulturdialog - "Wir brauchen eine globale Ethik"; 10. Gute Nachbarschaft - "Eine Außenpolitik, die sich von der klassischen Machtpolitik zur Politik gemeinschaftlicher Verantwortung, von der Politik nationaler Alleingänge zur Politik der Solidarität wandelt".
Manuel Fröhlich (MF)
Prof. Dr., Juniorprofessur für Politikwissenschaft, Universität Jena (www.manuel-froehlich.de).
Rubrizierung: 2.32.32 Empfohlene Zitierweise: Manuel Fröhlich, Rezension zu: Johannes Rau: Friede als Ernstfall. Baden-Baden: 2001, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/13934-friede-als-ernstfall_16700, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 16700 Rezension drucken
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