/ 17.06.2013
Bruno Latour
Das Parlament der Dinge. Für eine politische Ökologie. Aus dem Französischen von Gustav Roßler
Frankfurt a. M.: Suhrkamp 2001 (Edition Zweite Moderne); 365 S.; brosch., 20,- €; ISBN 3-518-41282-5Ausgangspunkt der philosophischen Arbeit ist die Auffassung des Autors, dass der Begriff der politischen Ökologie noch nicht ausreichend durchdacht und in seinem Gehalt bestimmt worden sei. Deshalb will er das Verhältnis von Wissenschaft, Politik und Natur grundlegend neu durchdenken. Dabei plädiert er u. a. dafür, "daß die Demokratie auf die nicht-menschlichen Wesen erweitert wird" (279), wobei er darunter weniger übersinnliche Erscheinungen als vielmehr die Welt der Dinge und Objekte versteht, die in das zentrale Element der Darstellung, das "Kollektiv" integriert werden sollen. Wie dies im Einzelnen zu denken ist und insbesondere, welche Konsequenzen dies für das politische System haben würde, ist das Thema dieses Buches. Im Anhang findet sich ein Glossar, das eigentlich wichtige Begriffe des Buches erläutern soll, aber derart kryptisch ist, dass es für Einsteiger kaum echte Hilfestellungen bietet.
Inhaltsübersicht: 1. Wieso kann die politische Ökonomie die Natur nicht bewahren?; 2. Das Kollektiv versammeln; 3. Eine neue Gewaltenteilung; 4. Die Kompetenzen des Kollektivs; 5. Erkundung der gemeinsamen Welten.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 5.42 | 2.261
Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Bruno Latour: Das Parlament der Dinge. Frankfurt a. M.: 2001, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/15496-das-parlament-der-dinge_17659, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 17659
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Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
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