/ 06.06.2013
Jürgen Habermas / Joseph Ratzinger
Dialektik der Säkularisierung. Über Vernunft und Religion. Mit einem Vorwort hrsg. von Florian Schuller
Freiburg i. Br./Basel/Wien: Herder 2005; 64 S.; geb., 9,90 €; ISBN 3-451-28869-9Habermas und Ratzinger, zwei der herausragendsten Denker der Gegenwartsphilosophie und katholischen Theologie, präsentieren ihre Eingangsreferate eines Anfang 2004 in der Katholischen Akademie Bayern geführten Gesprächs über „Vorpolitische moralische Grundlagen eines freiheitlichen Staates“ (13). Die Autoren versuchen in äußerst knapper, aber nicht minder klarer und pointierter Form ihre jeweiligen Positionen zu den Grundlagen menschenwürdigen Zusammenlebens in einer modernen pluralen Gesellschaft im Hinblick auf mögliche religiöse oder säkulare Letztbegründungen darzulegen. Trotz deutlicher Alternativen in ihren Begründungszusammenhängen betonen sowohl der damalige Kurienkardinal als auch der Philosoph den „komplementären Lernprozess“ (31) von Vernunft und Religion. Leider konnte die anschließende Diskussion der beiden Denker nicht mit in den Band aufgenommen werden.
Andreas Eis (AE)
Jun.-Prof. Dr., Didaktik des politischen Unterrichts und der politischen Bildung, Institut für Sozialwissenschaften Oldenburg, Fakultät I.
Rubrizierung: 5.42 | 5.41 | 2.23
Empfohlene Zitierweise: Andreas Eis, Rezension zu: Jürgen Habermas / Joseph Ratzinger: Dialektik der Säkularisierung. Freiburg i. Br./Basel/Wien: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/8954-dialektik-der-saekularisierung_27908, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 27908
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Jun.-Prof. Dr., Didaktik des politischen Unterrichts und der politischen Bildung, Institut für Sozialwissenschaften Oldenburg, Fakultät I.
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