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/ 11.06.2013
Carmen Sitter

"Die eine Hälfte vergißt man(n) leicht!" Zur Situation von Journalistinnen in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung des 20. Jahrhunderts

Pfaffenweiler: Centaurus-Verlagsgesellschaft 1998 (Frauen, Gesellschaft, Kritik 31); X, 582 S.; brosch., 49,80 DM; ISBN 3-8255-0212-0
Die Autorin, Referentin für Frauenpolitik in der CSU-Landesleitung in München, hat eine lesenswerte, umfangreiche Arbeit zur Situation von Journalistinnen von den Anfängen bis heute vorgelegt. Einen Schwerpunkt bilden leitfadengestützte Interviews mit Journalistinnen der Nachkriegsgeneration wie z. B. Carola Stern oder Luc Jochimsen sowie der jüngeren Generation wie beispielsweise Marion von Haaren oder Bettina Böttinger. Journalismus ist - trotz inzwischen hoher Absolventinnenzahlen in den entsprechenden Ausbildungen - nach wie vor ein männlich dominierter Beruf. Ziel der Arbeit ist es, z. T. auch aus historischer Perspektive die Ursachen für diese Segregation aufzuspüren und nachzuzeichnen, welchen (historisch sich verändernden) Behinderungen, Einschränkungen und Benachteiligungen Frauen beim Eindringen in dieses männlich dominierte Berufsfeld unterlagen und unterliegen. Zugleich bietet sie einen umfassenden, gut lesbaren historischen Überblick zum Thema.
Silke Becker (Be)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.3332.3122.311 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Carmen Sitter: "Die eine Hälfte vergißt man(n) leicht!" Pfaffenweiler: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/9934-die-eine-haelfte-vergisst-mann-leicht_11714, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 11714 Rezension drucken
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