/ 17.06.2013
Pia-Johanna Schweizer
Diskursive Risikoregulierung. Diskurstheorien im Vergleich
Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2008 (Rechtspolitologie 19); 304 S.; brosch., 59,- €; ISBN 978-3-8329-3741-6Politikwiss. Diss. Stuttgart; Gutachter: O. Renn. – Die Autorin untersucht drei diskursive Modelle auf ihre immanente Schlüssigkeit und logische Konsistenz. Die Diskurstheorie nach Jürgen Habermas, die Diskursanalyse nach Michel Foucault und das Verhandlungs- und Tauschmodell der Rational-Choice-Theorie werden nacheinander mit dem je gleichen Analyseraster auf die Probe gestellt. Schweizer arbeitet die theoretischen Annahmen der Theorien heraus und leitet daraus immanent Kriterien ab, die ein dazu passendes Partizipationsmodell aufweisen müsste. Das Ziel dieser Übung ist es, die Theorien mit konkreten Verfahren zur partizipativen Ausgestaltung von Entscheidungssituationen der Risikoregulierung in Verbindung zu bringen. Schweizer wählt dazu die Methoden der Konsensuskonferenz, des Expertendelphi und der Mediation. Die Auswahl erfolgt danach, dass die drei Methoden bereits weitgehend den vorher abgeleiteten Kriterien der drei Theorien entsprechen. Es gelingt ihr mit diesem Vorgehen, auf der Basis einer intensiven immanenten Auseinandersetzung mit den Theorien und unter Wahrung einer hohen Abstraktionsebene dennoch praxisrelevante Empfehlungen zu geben, wie Partizipationsverfahren ausgewählt und verbessert werden können, um eine optimale Beteiligung und Entscheidungsfindung im Bereich der Risikoregulierung zu gewährleisten.
Markus Lang (ML)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 5.42 | 5.44 | 2.263
Empfohlene Zitierweise: Markus Lang, Rezension zu: Pia-Johanna Schweizer: Diskursive Risikoregulierung. Baden-Baden: 2008, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/14816-diskursive-risikoregulierung_35920, veröffentlicht am 11.03.2009.
Buch-Nr.: 35920
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Dr., Politikwissenschaftler.
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