/ 18.06.2013
Christian Starck
Freiheit und Institutionen
Tübingen: Mohr Siebeck 2002; XXX, 536 S.; Ln., 99,- €; ISBN 3-16-147806-1Nach seiner Anthologie "Der demokratische Verfassungsstaat" von 1995 versammelt der Autor auch hier wieder eine Reihe seiner Aufsätze, die, ursprünglich zumeist durch tagespolitische Anlässe motiviert, hier inhaltlich unverändert wiedergegeben werden. Das Recht ist für Starck "von Wertungen bestimmt, die historisch tief in unserer Kultur verankert und in überkommenen Institutionen verfestigt sind" und insoweit "ein Kulturphänomen ersten Ranges" (1). Auf der Basis speziell des deutschen Rechts, aber auch rechtsvergleichend und rechtsphilosophisch wird das titelgebende Thema, so Starck, aus einer insgesamt über die verschiedenen Beiträge hinweg dennoch einheitlichen Perspektive behandelt.
Inhalt: Menschenbild und Institutionen: Zur Notwendigkeit einer Wertbegründung des Rechts (1989); Das Christentum und die Kirchen in ihrer Bedeutung für die Identität der Europäischen Union und ihrer Mitgliedstaaten (1997); Ius utrumque im Wandel der Zeiten (1999); Die Flexibilität rechtlicher Institutionen (1995); Die künstliche Befruchtung beim Menschen (1986); Wider die Verdinglichung menschlicher Embryonen (2001). Freiheit und Organisation: Freiheit und Organisation (1976); Staatliche Organisation und staatliche Finanzierung als Hilfen zur Grundrechtsverwirklichung? (1976); Freie Berufe und der Schutzbereich des Artikel 14 Grundgesetz (1971); Die Wahrnehmung von Kammeraufgaben durch Handelsgesellschaften (1984); Satzungsautonomie und Grundrechte (1967); Gleichberechtigung und tatsächliche Gleichheit von Mann und Frau (1999/2000). Funktion staatlicher Institutionen: Wahlen im demokratischen Verfassungsstaat (1997/2000); Grundrechte, Rechtsstaat und Demokratieprinzip als Grundlagen des Verwaltungsverfahrens (1995); Nationaler Grundkonsens und Verfassungsgerichte (2000); Verfassungsgerichtsbarkeit und Fachgerichte (1996); Überlegungen zum verfassungsrechtlichen Steuerbegriff (1972); Freiheitlicher Staat und staatliche Schulhoheit (1975). Freiheitliche Kommunikationsordnung: Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit (1987); Herkunft und Entwicklung der Klausel "allgemeine Gesetze" als Schranke der Kommunikationsfreiheiten in Art. 5 Abs. 2 des Grundgesetzes (1974); Informationsfreiheit und Nachrichtensperre (1978); Zur notwendigen Neuordnung des Rundfunks (1980); Grund- und Individualrechte als Mittel institutionellen Wandels in der Telekommunikation (1995); "Grundversorgung" und Programmauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks (1997).
Thomas Nitzsche (TN)
M. A., Fachreferent für Politikwissenschaft, Soziologie und Wirtschaftswissenschaft an der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek in Jena (ThULB).
Rubrizierung: 2.3 | 2.333 | 2.36 | 2.32 | 2.343
Empfohlene Zitierweise: Thomas Nitzsche, Rezension zu: Christian Starck: Freiheit und Institutionen Tübingen: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/17533-freiheit-und-institutionen_20188, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 20188
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M. A., Fachreferent für Politikwissenschaft, Soziologie und Wirtschaftswissenschaft an der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek in Jena (ThULB).
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