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/ 21.06.2013
Anthony M. Musonda

Political Legitimacy: The Quest for the Moral Authority of the State. A Philosophical Analysis

Online-Publikation 2006 (http://deposit.d-nb.de/cgi-bin/dokserv?idn=981353274); 129 S.
Phil. Diss. München; Gutachter: W. Vossenkuhl, S. Sellmaier. – Der Autor fragt nach den Werten, mit denen sich ein moderner Staat moralisch legitimieren lässt. Die Analyse hat seiner Ansicht mit der Betrachtung der historischen Entwicklung zu beginnen. Musonda setzt dabei nicht im antiken Griechenland an, sondern in der römischen Republik. Deren Gesetze hätten, vermittelt über die Renaissance, einen zentralen Einfluss auf die Entwicklung der europäischen Staaten ausgeübt. Als weitere gewichtige Determinante nennt er das Christentum. Der Autor referiert die Ideen von Hobbes, Locke, Rousseau und der Französischen Revolution, um dann auf die Entwicklung der modernen Staatstheorie einzugehen. Dabei verweist er auf den Einfluss der europäischen Ideen auf die staatlichen Entwicklungen in Asien und Afrika. In diesen Ländern sei aber ein allein historischer Rückgriff auf die staatstheoretische (und europäische) Ideengeschichte nicht ausreichend, um die Legitimität von guter Staatsgewalt und Herrschaftsordnung zu begründen. Angesichts von multiethnischen Gesellschaften sei es entscheidend für die moralische Daseinsberechtigung eines Staates, dass dieser als neutraler Rahmen fungiere. Musonda plädiert dafür, dass der Staat die Rechte des Einzelnen sowie der verschiedenen ethnischen Gruppen und Religionen zu garantieren habe.
Natalie Wohlleben (NW)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 5.415.3 Empfohlene Zitierweise: Natalie Wohlleben, Rezension zu: Anthony M. Musonda: Political Legitimacy: The Quest for the Moral Authority of the State. 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/26847-political-legitimacy-the-quest-for-the-moral-authority-of-the-state_31329, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 31329 Rezension drucken
CC-BY-NC-SA