/ 20.06.2013
Sven-Michael Werner
Recht im Systemwandel. Ein Land, zwei Systeme und das Kontinuitätsproblem in Hongkong
Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 2004 (Internationalrechtliche Studien 31); 430 S.; brosch., 68,50 €; ISBN 3-631-52524-9Rechtswiss. Diss. Hamburg; Gutachter: U. Magnus, P. Mankowski. - Seit Juli 1997 ist Hongkong eine Sonderverwaltungszone der Volksrepublik China. Die Strategie zur Bewältigung des Wandels lautet „Ein Land, zwei Systeme“. Das bedeutet, dass die bisherigen Rechts- und Wirtschaftsordnungen in China und Hongkong bis 2047 weiterhin gelten werden. Dem Rechtssystem Hongkongs, das auf dem britischen Common Law basiert, komme „die Hauptlast bei der Verteidigung der Autonomie Hongkongs“ zu (18), denn die politische Frage über die Zukunft Hongkongs werde auf dem juristischen Parkett ausgetragen, so der Autor. Er fragt, wie diese beiden unterschiedlichen Rechtssysteme miteinander interagieren und ob sie sich möglicherweise annähern werden. In dieser Fallstudie zum Verhältnis von Politik und Recht berichtet Werner auch über die bisherigen Erfahrungen: Es habe zwar durchaus Probleme bei der Kooperation ergeben, seiner Ansicht ist aber die Gefahr, dass das Rechtssystem Hongkongs durch Unachtsamkeit verfallen wird größer als ein das herrschende „Ein Land, zwei Systeme“-Prinzip „verletzendes Vorgehen“ (390) der Regierung in Peking. Die Art und Weise, wie Hongkong in die Volksrepublik integriert werde, sei „Teil der Öffnungspolitik und damit der Parteilinie ‚Öffnung nach Außen'“ (389).
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.68 | 2.21 | 2.2 | 4.1
Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Sven-Michael Werner: Recht im Systemwandel. Frankfurt a. M. u. a.: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/22270-recht-im-systemwandel_25401, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 25401
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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