/ 04.06.2013
John Newhouse
Sackgasse Europa. Der Euro kommt, die EU zerbricht. Aus dem Amerikanischen von Harald Stadler
München: Droemer 1998; 368 S.; geb., 49,90 DM; ISBN 3-426-27066-8Newhouse legt mit dieser breit angelegten Reflexion über die wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Probleme Europas eine interessante Zusammenfassung der Zeitgeschichte im Übergang vom Kalten Krieg zu einer noch zu definierenden gesamteuropäischen Ordnung vor. Die Argumentation des essayistisch verfaßten Buches ist in erster Linie machtpolitisch geleitet. Alle aktuellen Themen der europäischen Politik - institutioneller Wandel, Osterweiterung, sicherheitspolitische Integrität, osteuropäische Transformation, EURO-Einführung, Staatswerdung Europas - werden angeschnitten und mehr oder weniger systematisch aus amerikanisch-realistischer Sicht diskutiert. Der Autor warnt schließlich vor der Ungewißheit künftiger sicherheitspolitischer und wirtschaftlicher Entwicklungen, für den Fall, daß Europa es versäume, "ein Zentrum des Friedens und der Stabilität" zu bleiben.
Patricia Bauer (PB)
Dr., Politikwissenschaftlerin.
Rubrizierung: 3.1 | 4.2 | 4.1
Empfohlene Zitierweise: Patricia Bauer, Rezension zu: John Newhouse: Sackgasse Europa. München: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/5480-sackgasse-europa_7165, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 7165
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Dr., Politikwissenschaftlerin.
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