Portal für Politikwissenschaft

Rechte Netzwerke - eine Gefahr

Stephan Braun / Daniel Hörsch (Hrsg.)

Rechte Netzwerke - eine Gefahr

Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2004; 281 S.; brosch., 19,90 €; ISBN 3-8100-4153-X
Die Autoren beschäftigen sich nicht mit Netzwerken der extremen gewaltbereiten Rechten, die in der Öffentlichkeit häufig im Mittelpunkt stehen, sondern mit rechten Netzwerken, die als „Scharnier zwischen Rechtsextremismus und politischer Mitte" (10) wirken. Vor allem die Neue intellektuelle Rechte steht bei den meisten Analysen im Mittelpunkt. Diese wird im ersten Teil in ihren Grundzügen erläutert. Der folgende Schwerpunkt analysiert einige konkrete Beispiele, wie die Wochenzeitung „Junge Freiheit" oder die Bildungseinrichtung „Studienzentrum Weikersheim". Bemerkenswert ist der umfangreiche dritte Schwerpunkt, der sich den Gegenstrategien beziehungsweise der Stärkung der Demokratie widmet. Aus dem Inhalt: I. Worauf sich die deutsche Rechte bezieht, wie sie arbeitet und Unterstützung findet Wolfgang Gessenharter: Die Neue intellektuelle Rechte und ihre Unterstützung durch Politik und Medien (17-25) Thomas Pfeiffer: „Unsere Waffe ist das Wort". Neue Rechte: Avantgarde und Ideologieschmiede des Rechtsextremismus (27-34) Anton Maegerle: Autorengeflecht in der Grauzone. Blätter zwischen Konservatismus und Rechtsextremismus (35-43) Margarete Jäger: Wie die Rechte Sprache prägt. Steilvorlagen von Rechtsaußen (45-56) Oskar Niedermayer: Wahlerfolge ethnozentristisch-autoritärer Parteien in Deutschland (57-65) Richard Stöss: Der Nährboden für rechte Netzwerke. Rechtsexterne Einstellungen und ihre Ursachen (67-76) II. Beispiele rechter Netzwerke Helmut Kellershohn: Das Doppelspiel der Jungen Freiheit am Beispiel der Hohmann-Affäre (79-94) Meinrad Heck: Studienzentrum Weikersheim. Der Club der rechten Denker (95-101) Anton Maegerle / Stephan Braun: Albrecht Jebens. Ein „Hans Dampf in allen rechten Gassen" (103-111) Anton Maegerle / Daniel Hörsch: „Der Kampf um die Köpfe" hat begonnen. Vordenker, Strategen und Wegbereiter rechter Netzwerke (113-122) Christian Dornbusch / Jan Raabe: RechtsRock. Das Modernisierungsmoment der extremen Rechten (123-131) Dietrich Heither: Burschenschaften. Rechte Netzwerke auf Lebenszeit (133-145) Franziska Hundseder: Gelder für die braune Szene (147-156) III. Gegenstrategien Hans-Jochen Vogel: Eine starke Demokratie braucht starke Demokraten (159-162) Siegfried Frech: „Team Z". Prävention und Förderung von Zivilcourage (163-172) Anne Sliwka: Demokratie lernen in der Schule. Das CIVICs-Modell zur Entwicklung von Demokratiekompetenz durch Erfahrung (173-180) Wilfried Schubarth: Ausgrenzung verhindern - demokratische Kompetenzen fördern. Schulische Handlungsansätze gegen Rechtsextremismus und Gewalt (181-190) Ulrike Hormel / Albert Scherr: Perspektiven schulischer und außerschulischer Bildungsarbeit gegen Rechtsextremismus (191-200) Ute Vogt: Das „Bündnis für Toleranz gegen Extremismus und Gewalt" (201-206) Kurt Möller: Pädagogische und sozialarbeiterische Arbeit ‚gegen rechts' - Wie weit reichen die gängigen Konzepte? (207-220) Stefan Glaser: Rassismus im Internet - Anlass zur Auseinandersetzung?! Zur medienpädagogischen Projektarbeit von jugendschutz.net (221-229) Albrecht Kolthoff: Der Informationsdienst gegen Rechtsextremismus (IDGR) (231-242) David Gall / Andrea Livnat: haGalil onLine. Strategien gegen Rechts (243-250) Klaus Parker: Und das Recht greift doch. Auch im Internet (251-258) Thomas Feltes: Kommunale Kriminalprävention. Vernetzte Initiativen gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit? (259-268)
Christoph Busch (CHB)
Dr., Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen.
Rubrizierung: 2.37 | 2.33 | 2.35 Empfohlene Zitierweise: Christoph Busch, Rezension zu: Stephan Braun / Daniel Hörsch (Hrsg.): Rechte Netzwerke - eine Gefahr Wiesbaden: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, http://pw-portal.de/rezension/20951-rechte-netzwerke---eine-gefahr_24436, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 24436 Rezension drucken

Suchen...