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/ 04.06.2013
Dietmar Rothermund

Delhi, 15. August 1947. Das Ende kolonialer Herrschaft

München: Deutscher Taschenbuch Verlag 1998 (20 Tage im 20. Jahrhundert); 286 S.; 19,90 DM; ISBN 3-423-30608-4
Die von Norbert Frei, Klaus-Dietmar Henke und Hans Woller herausgegebene Reihe "20 Tage im 20. Jahrhundert" hat es sich zum Ziel gesetzt, ausgehend von exemplarischen historischen Momenten diverse Aspekte globaler kultureller und gesellschaftlicher Fortentwicklung nachzuzeichnen, um so bis zur Jahrtausendwende eine "Bilanz des 20. Jahrhundert" in zwanzig Einzelbänden vorzulegen. Rothermund nimmt in seinem Beitrag über Aspekte der Entkolonialisierung den 15. August 1947, den Tag der de facto-Unabhängigkeit Indiens und Pakistans zum Ausgangspunkt einer präzisen, aber nie überfrachteten, gelehrten, aber leicht verständlichen Überblicksdarstellung. Dem ambitioniertem Anspruch der Reihe getreu, spannt er folglich den Bogen von der dichten Schilderung des indischen Freiheitskampfes hin zu jeweils etwa fünfseitigen Skizzen praktisch sämtlicher ehemals kolonisierter Territorien, von Asien über die arabische Welt bis nach Schwarzafrika. Im letzten Kapitel schließlich referiert er die Diskussion um "Entwicklungshilfe contra Neokolonialismus" und bereichert diese durch eigene fundierte Positionen.
Kaspar Nürnberg (KN)
M. A., Historiker, Geschäftsführer des Vereins Aktives Museum, Berlin.
Rubrizierung: 4.442.682.672.224.5 Empfohlene Zitierweise: Kaspar Nürnberg, Rezension zu: Dietmar Rothermund: Delhi, 15. August 1947. München: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/3967-delhi-15-august-1947_5641, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 5641 Rezension drucken
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