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/ 20.06.2013
Daniela Betz

Ölzweig und Gewehr. Die innenpolitischen Hintergründe der israelisch-palästinensischen Friedensverhandlungen

Marburg: Tectum Verlag 2003; 163 S.; 25,90 €; ISBN 3-8288-8589-6
Die Autorin will die israelisch-palästinensischen Friedensverhandlungen zwischen 1992 und 2003 mittels der Konzepte des „Two-Level-Games" (Putnam) und des „Zwei-Ebenen-Diskurses" analysieren. Letzterer wird als Ergänzung des Putnam'schen Ansatzes verstanden und stellt - auf Jürgen Habermas und Harald Müller rekurrierend - im Kontrast zu dem bei Putnam zentralen, egoistisch-rationalen Interessenausgleich hinaus einen klassisch idealistischen Interpretationsrahmen dar, demzufolge Verständigung und Überzeugung durch Argumente auch ohne Interessenkonvergenz grundsätzlich möglich ist. Während die „Two-Level-Games" am Beispiel der israelisch-palästinensischen Friedensverhandlungen überzeugend konkretisiert werden, fehlt eine umfassende empirische Überprüfung der überhaupt unausgearbeitet bleibenden These des „Zwei-Ebenen-Diskurses". Insgesamt bietet die Arbeit einen guten - freilich hinlänglich bekannten - Überblick über die Friedensverhandlungen und die für diese Verhandlungen relevanten, innenpolitischen Faktoren auf beiden Seiten.
Christian Becker (BEC)
Dr. rer. pol.
Rubrizierung: 2.634.412.22.22 Empfohlene Zitierweise: Christian Becker, Rezension zu: Daniela Betz: Ölzweig und Gewehr. Marburg: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/22949-oelzweig-und-gewehr_26215, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 26215 Rezension drucken
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