/ 18.06.2013
Gerhard Wisnewski
Operation 9/11. Angriff auf den Globus
München: Knaur 2003; 414 S.; 12,90 €; ISBN 3-426-77671-5Die Kriterien des investigativen Journalismus werden bei diesem Buch grob missachtet: Durch Aneinanderreihung von Mutmaßungen konstruiert Wisnewski ein „Szenario, das noch wesentlich unheimlicher ist als die offizielle Geschichtsschreibung" (Verlagsinformation). Dabei ist die problematische Bewertung und/oder Unterschlagung von Beweisen und Aussagen noch nicht das größte Problem, sondern aus den Konjunktivismen gezogene Schlüsse wie dieser: „Der sogenannte Terrorbefehl kann nicht von islamischen Fundamentalisten geschrieben worden sein" (68). Ins Bild passt, dass der Autor eine Diffamierungskampagne mit „Verleumdungen, Halbwahrheiten und Verdrehungen" (www.operation911.de) des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel" und anderer Medien gegen sich sieht. Für eine sachgerechte politikwissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Anschlägen in den USA kann man auf die Lektüre dieses Buches beruhigt verzichten.
Florian Peter Kühn (KÜ)
Dr., M. P. S., wiss. Mitarbeiter, Institut für Internationale Politik, Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg.
Rubrizierung: 2.25 | 2.64 | 4.22 | 2.22
Empfohlene Zitierweise: Florian Peter Kühn, Rezension zu: Gerhard Wisnewski: Operation 9/11. München: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/19969-operation-911_23252, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 23252
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Dr., M. P. S., wiss. Mitarbeiter, Institut für Internationale Politik, Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg.
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