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/ 04.06.2013
Christian Hiebaum

Politische Vergemeinschaftung unter Globalisierungsbedingungen. Möglichkeiten und Grenzen demokratischer Praxis in der Weltgesellschaft

Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 1997 (Europäische Hochschulschriften: Reihe II, Rechtswissenschaft 2.272); 265 S.; brosch., 84,- DM; ISBN 3-631-32612-2
Rechtswiss. Diss. Graz; Gutachter: P. Koller, J. Marko. - Im Zentrum der Untersuchung steht die Frage nach den Möglichkeiten demokratischer Herrschaftsformen oberhalb der Nationalstaatsebene. Als Ausgangspunkt für seine Erörterung wählt Hiebaum eine idealtypische Gegenüberstellung von außenpolitischem Realismus und innenpolitischem Idealismus in der politischen Theorie, um anschließend die Position zu vertreten, daß "diese dem politischen Denken massive Beschränkungen auferlegende Dichotomie" (240) spätestens unter den Bedingungen fortschreitender Globalisierung nicht mehr greifen kann. Vielmehr verliere das Konzept des souveränen Nationalstaats und der rationalen Interessenverfolgung im Prozeß der Globalisierung an Trennschärfe zu der idealistischen Vorstellung einer gemeinsamen Interessenverfolgung auf Basis geteilter nationaler Werte. Hiebaums Ansatzpunkt, um diese Dichotomie zu durchbrechen, ist die Frage, inwieweit sich - Globalisierung konsequent weitergedacht - "ein Begriff von Volkssouveränität bzw. demokratisch-kollektiver Selbstbestimmung noch halten läßt und inwiefern er als Synonym für 'Demokratie' auf eine durchaus vermeidbare Beschneidung derselben hinausläuft" (18 f.).
Christoph Emminghaus (cem)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 4.435.41 Empfohlene Zitierweise: Christoph Emminghaus, Rezension zu: Christian Hiebaum: Politische Vergemeinschaftung unter Globalisierungsbedingungen. Frankfurt a. M. u. a.: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/5296-politische-vergemeinschaftung-unter-globalisierungsbedingungen_6961, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 6961 Rezension drucken
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