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/ 11.06.2013
Werner Schmidt / Klaus Schönberger

"Jeder hat jetzt mit sich selbst zu tun" Arbeit, Freizeit und politische Orientierungen in Ostdeutschland

Konstanz: UVK Universitätsverlag 1999; 343 S.; brosch., 48,- DM; ISBN 3-87940-657-X
Vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Umbruchs nach 1989 analysieren die Autoren die Neuorientierung ostdeutscher Arbeitnehmer. Dabei beschränken sie sich nicht auf den Umgang mit betrieblichen Veränderungen, sondern werfen auch einen Blick auf die Reaktionen auf veränderte Anforderungen an den einzelnen und die Einstellungen gegenüber Gesellschaft und Politik. Die Wendebilanz der Autoren fällt insgesamt gemischt aus, der verbreiteten Bereitschaft zur Neuorientierung der Arbeitnehmer stehen viele persönliche und gesellschaftliche Hindernisse im Wege. Als Grundlage der Untersuchung dienen etwa 90 Interviews mit Arbeitnehmern und Experten, aus denen zur Unterstreichung der Interpretation häufig und zur Auflockerung wörtlich zitiert wird. Über die Analyse der Transformationserfahrungen in Ostdeutschland hinaus gewährt dieses Buch interessante Einblicke in die ostdeutsche Denk- und Gefühlswelt.
Andreas Hallermann (AH)
Dr., Politikwissenschaftler, Referent im Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit, Erfurt.
Rubrizierung: 2.352.372.2 Empfohlene Zitierweise: Andreas Hallermann, Rezension zu: Werner Schmidt / Klaus Schönberger: "Jeder hat jetzt mit sich selbst zu tun" Konstanz: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/10124-jeder-hat-jetzt-mit-sich-selbst-zu-tun_11973, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 11973 Rezension drucken
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