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/ 04.06.2013
Erich Röper

Parlamentarier und Parlament. Konflikte in modernen Volksvertretungen

Berlin: Duncker & Humblot 1998 (Beiträge zum Parlamentsrecht 43); 235 S.; 98,- DM; ISBN 3-428-09143-4
Röper erörtert die Stellung der Abgeordneten - sowohl des Bundestages als auch der Landtage - in sieben inhaltlich eigenständigen Kapiteln. Die Kapitel D, E, und G sind bereits 1980, 1994 bzw. 1991 als Aufsätze in der Zeitschrift für Parlamentsfragen erschienen. Grundsätzlich vertritt der Autor, der 25 Jahre Fraktionsgeschäftsführer in der Bremischen Bürgerschaft war, einen klassisch-liberalen Ansatz: Er spricht sich für mehr Unabhängigkeit der Abgeordneten und eine stärkere Transparenz der Entscheidungsprozesse aus. Abgeordnete sollten Regierung und Verwaltung kontrollieren, was nur mit der Öffentlichkeit möglich sei (8). Die Unabhängigkeit des Abgeordneten müsse durch geheime Abstimmung in Sachfragen (114 ff.) sowie die Wahl von Ausschußmitgliedern durch die Fraktion statt ihrer Entsendung durch die Fraktionsführung gestärkt werden (170 ff.). Inhaltsübersicht: A. Abgeordneter im Parlamentsausschuß; B. Öffentlichkeitsarbeit, wesensmäßiger Teil der Abgeordnetenfunktionen; C. Abgeordnetenstatus und Datenschutz; D. Zulässigkeit geheimer Abstimmungen im Parlament; E. Wahl vs. Zugriffsrecht - um der Wehrhaftigkeit der Parlamente willen; F. Petitionsinformationsrecht bei privatrechtsförmiger öffentlicher Verwaltung; G. Parlamentarische Ordnungsmaßnahmen gegen Regierungsmitglieder.
Stefan Lembke (SL)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.3212.322.325 Empfohlene Zitierweise: Stefan Lembke, Rezension zu: Erich Röper: Parlamentarier und Parlament. Berlin: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/6072-parlamentarier-und-parlament_8256, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 8256 Rezension drucken
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